Coffeetime (2/6)! Röstereien in Hannover


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In Hannover waren einst rund 40 Kaffeeröstereien ansässig, heute ist es nur noch ein Bruchteil davon. Aber: Es werden langsam mehr!

Ulbrichs Kaffeehaus
Hannover, Krausenstr. 11 A, Südstadt, Tel. 0511-88 98 09
Mo-Fr 7-20, Sa 8-14 Uhr, www.ulbrichskaffeehaus.de
Dirk Ulbrich (Sohn und Nachfolger von Erhard Ulbrich Kaffeerösterei) kam, wie er gern betont, auf einem Kaffeesack auf die Welt. Er ist folglich mit den braunen Bohnen groß geworden. Nun führt er das Firmenerbe des Vaters weiter, der 1956 in der Liepmannstr. 21 im Stadtteil Limmer die Rösterei gegründet hat (und wo im März 2012 die Hannoversche Kaffeemanufaktur eingezogen ist). Jeden Vormittag gibt Ulbrich junior den sortenreinen und von ihm handverlesenen Lagen-Arabicas aus aller Welt den letzten Schliff – zwischen Jutesäcken in einem Trommelröster von 1949. Im Kaffeehaus nebenan werden sowohl italienische Caffè-Spezialitäten als auch frisch gebrühter Filterkaffe und Trinkschokolade aus Valrhona-Kakao ausgeschenkt. Es gibt auch ein kleines Feinkostangebot mit italienischer Salami und Schinken, französischen Limonaden und Rohmilchkäse, deutschen Weinen und Fruchtessigen, schottischen Single Malts, karibischen Plantagenrums und selbst gemachten Konfitüren sowie täglich wechselnde mediterrane Mittagsgerichte aus der eigenen Küche (Mo-Fr 12-14 Uhr).

24 Grad
Hannover, Engelbosteler Damm 52, Nordstadt, Tel. 0511-37 07 47 32
Mo-Fr 8-19, Sa 9-19, So 11-19 Uhr, www.24grad.net
Der nostalgische im Stil der Siebziger möblierte, Ende 2009 eröffnete Coffeeshop kauft nur Bohnen von den besten Kaffeeplantagen entlang des 24. Breitengrades und röstet jeden zweiten Tag selbst. Für den Espresso (normal, verlängert, doppelt, Macchiato und koffeinfrei; 1,20-1,80 Euro) wird die Hausmischung verwendet: ein Bohnen-Blend (70% Arabica, 30 % Robusta) aus Brasilien, Indien und Indonesien mit wenig Säure, der trotzdem kräftig und aromatisch schmeckt.

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W. Machwitz
Hannover, Am Marstall 18-24, Mitte, Tel. 0511-32 73 21, www.machwitz-kaffee.de
Hannovers ältester Kaffeeröster (1883 in Polen als „Erstes Danziger Konsumgeschäft“ gegründet) hat seinen Firmensitz mitten in der Innenstadt, nicht weit entfernt vom Leineufer. Bis 1943 gab es auch am Kröpcke im heutigen Eiscafé „Giovanni L“ einen Laden. 1948 übernahm die Familie Koch das Unternehmen und verlegte den Hauptsitz
an die Leine. Im Firmengebäude am Marstall werden vier Mal in der Woche ein Dutzend sortenreine Arabica-Bohnen aus Mittel- und Südamerika sowie aus Äthiopien, Kenia, Tansania, Indien und Neu-Guinea schonend geröstet und zu den bekannten
hauseigenen Mischungen mit den drei Mohrenköpfen veredelt. Verkauft werden die edlen Bohnen direkt im Kaffee-Kontor im Steintor-Viertel und im eigenen Café nahe der Markthalle. Dort kann man neben Cappuccino & Co. auch tassenweise sortenreine Lagenkaffees zu sehr guten Keksen und Kuchenstücken probieren.

Bortfeld Kaffee
Hannover, Ricklinger Stadtweg 24, Ricklingen, Tel. 0511-898 16 62
Di-Do & Sa 9-18, Fr 9-20 Uhr, www.bortfeld-kaffee.de
In seinem Café Cortado röstet Christian Bortfeld mehrmals in der Woche und vor aller Augen 15 hochwertige und handverlesene Arabica-Bohnensorten von den besten Hochland-Plantagen der Welt. Und er nimmt sich Zeit dafür, denn seine Röstung erfolgt
im Gegensatz zur Industriekaffeeröstung im Langzeitverfahren bei relativ niedrigen Temperaturen – je nach Kaffeesorte bis 230 Grad Celsius und dauert zwischen 15 und 25 Minuten. Dadurch bekommen die Kaffeebohnen ausreichend Zeit, ihr sortentypisches und einzigartiges Aroma voll zu entfalten. Das gemütlich eingerichtete Café Cortado dient zudem als dekoratives Lager für prall gefüllte Jutesäcke mit Rohkaffee. Neben den frisch gerösteten Spezialitätenkaffees (fachgerecht zubereitet am Siebträger, in der Filtertüte oder mit der French Press-Kanne) gibt es im Café auch ausgesuchte Spirituosen und Weine aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Österreich und auch Frühstück und etwas Feines zu Essen: kleine Leckerbissen wie original französisches Baguette belegt mit Wildschwein- oder Hirschsalami (mit Vorliebe aus der Region Hannover)
etwa oder Crêpe mit Ziegenkäse und Traubensenf sowie Paninis, Suppen, Salate,
Tapas, Toasts und Torten. Montag ist Röst- und Ruhetag!

Godshorner Röstkontor
Hannover, Großer Hillen 7, Kirchrode, Tel. 0511-228 96 93
Mo, Di, Do & Fr 9-13 und 15-18, Mi & Sa 9-13 Uhr, www.godshorner-roestkontor.de
Die kleine Kaffee-Manufaktur in Kirchrode röstet regelmäßig (schonend, hell und nur in kleinen Mengen) im Ladengeschäft, zu dem auch eine hübsche Probierstube gehört. Das Angebot ist ausgesucht und recht exklusiv: Geröstet werden überwiegend Hochland-Arabica-Bohnen aus Mittel- und Südamerika sowie aus der Karibik (u. a. aus Panama, Peru, Honduras und der Dominikanischen Republik), aus Zimbabwe und Papua Neu-Guinea (250 Gramm ab 5,90 Euro) – und auf Anfrage auch Raritäten wie Australian Skybury, Hawaii Kona, Jamaica Blue Mountain und Indonesia Kopi Tongkonan Toraja
(100 Gramm ab 16,90 Euro). Zudem werden Kaffee-Seminare angeboten.

BildHannoversche Kaffeemanufaktur
Hannover, Liepmannstr. 21, Limmer, Tel. 0511-79 02 01 81 Mo-Fr 14-18, Sa 10-14 Uhr, www.hannoversche-kaffeemanufaktur.de
Mit seiner im März 2012 röstfrisch eröffneten Hannoverschen Kaffeemanufaktur führt Andreas Berndt an historischer Stelle eine alte Tradition fort: Der diplomierte Kaffee-Sommelier hat seine kleine Privatrösterei mit Probierstube im ehemaligen Ladengeschäft von Erhard Ulbrich eingerichtet, der dort bereits in den 50er Jahren die besten Bohnen aus aller Welt veredelt hat. Zwei Jahre standen die beiden Räume im Stadtteil Limmer leer, nun duftet es wieder verführerisch nach frischem Kaffee. Andreas Bernd röstet täglich und nach Wiener Art, „also mit viel Ruhe und schonenden Temperaturen“, wie er betont. Deshalb sind seine Bohnen auch besonders bekömmlich. Sein Sortiment umfasst rund ein Dutzend sortenreine Kaffees aus Afrika, Asien und Lateinamerika sowie zwei fair gehandelte Bio-Kaffees aus Bolivien und Guatemala.
Kaffee hat eine Leistungssteigernde Wirkung – davon ist Andreas Berndt von der Hannoverschen Kaffeemanufaktur in Limmer überzeugt, und das glaubt auch der Marketingleiter von Hannover 96 Nek Capric. Drum haben sich die beiden in einer Lizenz-Partnerschaft zusammengetan und Mitte August 2012 zwei außergewöhnliche Kaffeespezialitäten vorgestellt, die exklusiv für den hannoverschen Bundesligaclub geröstet werden: „96 Melange Alte Liebe“ ist ein eleganter Café Crema mit sortenreinen Bohnen aus Afrika und Mittelamerika, der kräftigere „Espresso Campione“ macht mit indischen Bohnen munter und weckt Hoffnungen auf den Meistertitel. Beide Sorten werden im 200 Gramm-Beutel verkauft, kosten jeweils 6,96 Euro und sind in den
beiden Fan-Shops von Hannover 96 in der AWD-Arena und am Kröpcke erhältlich
sowie natürlich direkt vor Ort in Limmer und auch in Frau Kaspers Edeka-Markt im Zooviertel sowie in Segebrechts Schlemmermarkt auf der Lister Meile.

Camolini
Hannover, Lister Meile 29a, List, Tel. 0511-967 57 84
Mo-Fr 10-19, Sa 10-16 Uhr, www.camolini.de
In seinem Fair Trade Shop am Weißekreuzplatz röstet der diplomierte Kaffee-
Sommelier Thomas Brinkmann zwei Mal die Woche (montagnachmittags und freitagvormittags) 14 Kaffee- und vier Espressosorten aus aller Welt – überwiegend sortenreine Arabica-Bio-Bohnen, die direkt von kleinen Kooperativen in den Erzeugerländern in Mittel- und Südamerika sowie in Asien und Ostafrika bezogen
werden (250 Gramm ab 4,40 Euro). Darüber hinaus sind auch seltene Sorten wie
Hawaii Kona und Jamaica Blue Mountain erhältlich. Regelmäßig werden
Kaffee-Seminare veranstaltet. Seit Oktober 2012 gibt es auch eine kleine Filiale
in der in der Niki de Saint Phalle Promenade Nr. 38 mitten in der Innenstadt.

Moca
Hannover, Goseriede 4, Zentrum, Tel. 0511-165 00 00
Mo-Fr 8-20, Sa 10-20 Uhr, www.mocacafe.de
Benannt nach einer Hafenstadt im Jemen, brachte das Moca im Tiedthof gegenüber
vom Anzeiger-Hochhaus 1999 als erster die Coffeeshop-Kultur von Seattle nach Hannover. Die Arabica-Bohnen für den kräftig-aromatischen Espresso mit wenig
Säure und guter Crema (einfache Portion 1,80-2 Euro, doppelte Portion 2,50-2,70 Euro) kommen aus Peru, die für die entkoffeinierte Variante aus Kolumbien. Geröstet wird
täglich mit einer kleinen Maschine im Shop. Es werden auch Baristakurse für
Anfänger und Fortgeschrittene angeboten.

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Panama Kaffee
Hannover, Bödeckerstr. 85, List, Tel. 0511-590 61 85
Mo-Fr 7.30-19, Sa 9-16, So 11-18 Uhr,
www.panamakaffee.com
Ricus Aschemann röstet leider nicht mehr in seinem Coffeeshop auf der Lister Meile
(von wo es dann bis weit auf die Lister Meile hinaus immer so verführerisch geduftet hat), sondern in angemieteten Räumen auf dem Schlachthofgelände am Pferdeturm.
Drei Mal die Woche werden dort sortenreine Arabica-Bohnen verarbeitet – unter
anderem aus Mittel- und Südamerika sowie der Karibik (wie etwa Bio-Kaffee aus
Peru und so seltene Sorten wie San Christobal von den Galapagos Inseln und der Blue Mountain aus Jamaica), aus Papua Neu Guinea, Kenia und Äthiopien (250 Gramm
ab 4,20 Euro). Darüber hinaus sind noch fünf verschiedene Mischungen und vier Espressosorten im Sortiment. Absolut lesenswert: Der Kaffee-Blog von
Ricus Aschemann unter www.panamakaffee.blogspot.de.

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