Buchtipp: „Teubner Vegetarisch“


BildDiesen bildschönen Buchtitel kann man gar nicht groß genug zeigen!

Mit seinem neuen Schlemmer-Schmöker hat TEUBNER sich mal wieder selbst übertroffen. Die Münchner Buch-Macher nennen diese herausragende Koch- und Lesebuchreihe „Solitäre“ (lt. DUDEN: „einzeln stehendes oder in seiner Umgebung auffälliges Gebäude“). Massiv wie ein Monument steht dieses einzigartige Werk tatsächlich im Buchregal: Drei Kilogram schwer (ohne Schuber), 30 Zentimeter hoch
und drei Finger breit. Eine beeindruckende Galerie der vegetarischen Kochkunst
auf höchstem Niveau – bildgewaltig, berührend, begehrenswert!

Auf rund 540 opulenten Seiten macht TEUBNER diesmal Appetit auf die
faszinierende Welt der vegetarischen Lebensmittel und die köstlichen
Hochgenüsse, die sich damit zubereiten lassen. 13 deutsche Spitzenköche
haben dafür über 180 außergewöhnliche Rezeptideen entwickelt – präsentiert
in brillanten Bildern zum Anbeißen, die selbst eingefleischte Genießer zum
Schwärmen bringen und an den heimischen Herd locken. Ganz nach Goethes
guten Worten: „Das Essen soll zuerst das Auge erfreuen und dann den Magen“.
Sinnlicher kann man die pure Lust aufs Vegetarische nicht in Szene setzen!

Vorspeisen wie Chicorée mit Chili-Butter und gerösteten Mandeln, gegrillter Rhabarber mit französischem Ziegenmilchkäse und Feigensenf-Sabayon
oder lauwarmer Rotkohlsalat mit Ingwer und Himbeer-Essig zergehen mir
schon beim Anschauen und Lesen der meist einfachen Rezepte auf der Zunge.

Für eine herzhafte Wirsing-Mascarpone-Tarte mit Haselnüssen, Gorgonzola-Ravioli
mit Marillen-Chutney
oder ein scharfes Rosenkohl-Curry würde ich liebend gern
auch mal auf ein gutes Gulasch oder ein saftiges Steak verzichten.

Und so süßen Sachen wie Crêpes mit Ananas-Ragout, Kokoseis und Pistazien-Sauce, Birnen-Apple Pie mit Rosmarin oder einer sahnigen sizilianischen Blutorangen-Torte mit Akazienhonig und Mandelblättern kann ich ohnehin niemals widerstehen!

Begleitet werden diese genialen Gaumenfreuden von einer fundierten und
komplexen vegetarischen Warenkunde (von „Gemüse, Pilze, Algen“ über
„Getreide und Teigwaren“ bis zu „Eier, Fette, Öle“) mit nützlichen Informationen
zu Aroma, Saison und Verwendung plus bildhaften Erklärungen zu den wichtigsten Handgriffen zur Vor- und Zubereitung von Kohl, Kaktusfeigen & Co. Äußerst
lesenswert sind zudem die locker eingestreuten Feuilleton-Beiträge
etwa über „Gemüse ist mein Fleisch“ oder „Vegetarischer Käse“.

Mit 99,90 € ist sicher auch der Preis herausragend, aber ganz gewiss
bietet dieses Schaumbad für die Genießerseele mehr fürs persönliche
Wohlbefinden als so mancher Yoga-Kurs. Außerdem ist ja bald Weihnachten!

TEUBNER Vegetarisch
Gräfe und Unzer Verlag

540 Seiten, 99,90 Euro

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