Streng vertraulich: „Speakeasy“ in Hannover


Speakeasy Visitenkarte

Für seine Gäste hat sich die „Lucky 7“-Bar in Hannovers Spielbank am Raschplatz etwas Besonderes ausgedacht: Gemeinsam mit dem Spirituosenexperten Jürgen Deibel will man in Hannover das erste „Speakeasy“ etablieren und damit das verbotene Vergnügen der „Roaring Twenties“ wieder aufleben lassen!

Aber was ist ein „Speakeasy“? Ich fasse mal kurz zusammen, was ich Wissenswertes darüber gefunden habe:
Als „Speakeasy“ wurden in den USA während der Zeit der Prohibition von 1919 bis 1933 illegale Bars und Nachtclubs bezeichnet, in denen ebenso illegal Bier, Cocktails und Spirituosen ausgeschenkt wurden, zu Jazzmusik getanzt und all das gemacht wurde, was sonst noch so verboten war. „Speakeasys“ waren die unmittelbare Reaktion auf die Einführung der Prohibition – auch bekannt als „The Noble Experiment“ (engl. für „Das ehrenhafte Experiment“), das mit dem 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten landesweit die Herstellung, den Transport und den Verkauf von Alkohol verbot und unter Strafe stellte.

„Speakeasys“ wurden hauptsächlich von der Cosa Nostra und anderen kriminellen Banden betrieben und bescherten Gangsterbossen wie Al Capone in Chicago oder Lucky Luciano in New York unerhörten Reichtum und zweifelhaften Ruhm. „Speakeasys“ waren auch bekannt als „Flüsterclubs“, weil dort leise gesprochen werden sollte, damit vorbeilaufende Passanten vor der Tür nichts von der geheimnisvollen Zecherei dahinter mitbekamen.

All das passierte in den „Roaring Twenties“, wie die Goldenen Zwanziger Jahre in den USA genannt wurden. Dies war die glanzvolle Zeit des Art Deco und des Foxtrotts, der großen Kino-Paläste und des Radios. Es war das swingende Jahrzehnt der Jazzmusik von Louis Armstrong und Duke Ellington. Und es war die Blütezeit der „Speakeasys“, die besonders in den Großstädten wie Pilze aus dem Boden schossen. In diesen verschwiegenen Bars und Nachtclubs vergnügte sich heimlich gern die Upper Class von Chicago, New York und New Orleans, und dort wurden auch Cocktails wie Between the Sheets, Highball, Mint Julep, Sidecar und White Russian erfunden, die später weltbekannt wurden.

Für den Zutritt zu einem „Speakeasy“ brauchten die durstigen und vergnügungssüchtigen Nachtschwärmer in der Regel ein Passwort – so, wie man es von den zwielichtigen Pokerclubs in Hollywood-Gangsterfilmen kennt. Wie dort verständigte man sich übrigens auch in den „Speakeasys“ mit einem recht speziellen Gangster-Slang. Eine Beschreibung für einen Abend in einem angesagten „Speakeasy“ würde sich dann in etwa so lesen:

„In den Metropolen war es damals große Mode, dass die Big Cheeses (VIP’s) und die High Society got dudded up (sich aufstylten), die gimlets (Langweiler) zuhause ließen und sich mit der blue serge (Freundin) oder mit dem goof (Liebhaber) in einem speakeasy (illegale Bar oder Nachtclub) trafen, wo sie bei scofflaws (Cocktails), hooches (Likörchen) und whangdoodle (Jazz Band) so lange fluky (lustig) tranken und tanzten, bis das mazuma (Geld) endlich alle war.“

Hannovers erstes „Speakeasy“ wird am 13. Februar 2014 in einem extra dafür reservierten und nicht öffentlichen Saal gegenüber der „Lucky 7“-Bar im Obergeschoss der Spielbank am Raschplatz eröffnen. Nach dieser Premieren-veranstaltung stehen vier „streng vertrauliche“ Tasting-Termine bereits fest:

10. April 2014 ab 19 Uhr: Whisky-Tasting
27. Juni 2014 ab 19 Uhr: Rum-Tasting
18. September 2014 ab 19 Uhr: Gin-Tasting
06. November 2014 ab 19 Uhr: Cognac-Tasting

Jedes dieser Events wird mit unterhaltsamen Vorträgen von Jürgen Deibel über das Phänomen „Speakeasy“ begleitet. Außerdem gibt es swingende Jazzmusik und Cocktails, die zur Zeit der Prohibition groß in Mode waren und die „Lucky 7“-Barchef Manuel Mauritz exklusiv modern interpretiert.

Übrigens: Wie damals in Chicago und New York gibt es auch für den Besuch des „Speakeasy“ der „Lucky 7“-Bar im Casino von Hannover ein paar wichtige Spielregeln, die es zu beachten gilt:

– Für den Zutritt zur Spielbank Hannover wird der Personalausweis benötigt!
– Für den Einlass ins „Speakeasy“ der „Lucky 7“-Bar ist ein Passwort erforderlich, das jedem Gast erst kurz vor der Veranstaltung bekannt gegeben wird
Der Dresscode fürs „Speakeasy“ der „Lucky 7“-Bar in der Spielbank von Hannover sollte nach Möglichkeit zum Stil der Zwanziger Jahre passen. Für die Herren etwa dunkler Anzug, weißes Hemd, Weste, Fliege und/oder Hosenträger sowie Kopfbedeckung, für die Damen Kleid und Hut oder Kopfschmuck

Lucky 7-Bar
in der Spielbank Hannover
Raschplatz 5
30161 Hannover
Tel. 0511-980 66 41
Geöffnet: 
täglich 12-3 Uhr
www.lucky7-bar.de

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