Süße Sünden: „Der Feinschmecker“ & Deutschlands beste Cafés, Konditoreien und Röstereien 2014



Auch an diesem Büchlein habe ich wieder mitgearbeitet. Ich bin dafür im vergangenen Sommer über sechs Wochen rund 2.500 Kilometer durch Nord- und Mitteldeutschland kutschiert, habe 52 Cafés und Konditoreien sowie 3 Röstereien besucht, insgesamt
50 Tortenstücke und 27 Kuchenstücke verputzt und dazu 43 Kaffees, 12 heiße Schokoladen, 7 Tees, 3 Espressi und Unmengen Mineralwasser getrunken!

Dank rund 150 ausgedehnten Spazier- und Gassigängen mit meinem geduldigen Mitarbeiter Herrn Leonhard (siehe Blogbuch-Eintrag vom 27. Dezember 2012) habe ich währenddessen nur rund 2 Kilo zugenommen, null Diäten eingeplant und durchgehalten, nach wie vor zufriedenstellende Blutzuckerwerte und immer noch ungebremsten Appetit auf Süßes!

Mein Resümee nach dieser herrlichen Völlerei: Sowohl in den alteingesessenen Cafés und Konditoreien als auch in den modernen Coffeeshops wird mit großer Kreativität und Leidenschaft in bester Qualität gebacken. Und es wird immer öfter Kaffee serviert, der mindestens ebenso köstlich ist wie das Sahnestück dazu!

Und das ist meine persönliche Bestenliste in voller Länge:

Kuchen-Cafés & Konditoreien

Bad Essen

Das kleine Haus Bad Essen
Das kleine Haus
Kirchplatz 29, Tel. 05472-28 78
www.kleineshaus-badessen.de

Das kleine Haus gegenüber der St. Nikolai-Kirche ist gar nicht mehr so klein. Vor zehn Jahren kam das Haus nebenan noch dazu, und seitdem ist etwas mehr Platz auf den verwinkelten Fachwerketagen mit den urgemütlichen Stuben von anno 1663. Den braucht Inhaberin Alexandra Tautfest auch für ihre vielen Stammgäste, die besonders die große Auswahl selbst gebackener Kuchen und erlesener Teesorten sowie die liebenswürdige Bedienung schätzen. Beliebt sind die Stachelbeer-Baiser-Torte und die saftigen Blechkuchen mit Obst vom Bio-Bauern aus der Region. Ich habe die sahnige Cappuccino-Nuss-Torte probiert und schwärme noch heute davon! Verkauf von selbst gekochten Gelees und Likören aus Holunderblüten, Plantagen-Schokolade und losem Tee von Blue Elephant. Frühstück und Sonntagsbrunch (9-14 Uhr; 16,50 Euro).

Bad Lauterberg/Harz


2-Meister-Conditorei Mangold

Hauptstr. 142, Tel. 05524-21 25
www.cafe-mangold.de

Die rund 30 Torten und vielen Confiserie-Produkte der beiden Konditormeister Cornelia und Florian Mangold sind von handwerklich herausragender Qualität. Und mitunter recht raffiniert – wie etwa die Florentiner Apfeltorte: ein kleines, köstliches Kunstwerk, filigran geschichtet auf einem Haselnussboden mit süßen Apfelstücken und Rosinen unter einer dünnen Haube von gerösteten Mandeln (2,70 Euro). Typische Spezialitäten aus dem Harz sind die Brockensplittertorte mit Baumkuchenspitzen und Rum-Buttercrème, Hexentorte mit Biskuit, Amaretto-Buttercrème und dunkler Schokolade sowie „Bad Lauterberger Lehm“ (kompakte Zartbitter-Praline mit Krokant, Mandeln, Nüssen und Rumrosinen, unverändert hergestellt nach einem Familienrezept aus dem Gründungsjahr 1894). Zum Konditorei-Café in der Innenstadt gehört auch eine Chocolaterie, in der – außer im Sommer – rund 60 handgeschöpfte und sortenreine Bruch- und Tafelschokoladen verkauft werden. Ebenfalls aus eigener Produktion: Eiscrème, Feingebäck, Konfitüren und Trüffel sowie Hochzeitstorten.

Celle
Café Kiess

Großer Plan 16-17, Tel. 05141-208 61 67

Das älteste Konditorei-Café der Südheide-Residenz hat seit 1871 seinen angestammten Platz im schmucken Fachwerk-Ensemble am Großen Plan. Ebenfalls unverändert ist die 1927 von Bauhausarchitekt Otto Haesler entworfene rot-schwarze Einrichtung in den kleinen Salons auf den beiden Etagen. Beständigkeit und Tradition spiegeln sich auch im reichhaltigen Kuchen- und Tortenangebot wider: Zu den süßen Spezialitäten zählen neben Baumkuchenspitzen und der Käse-Mohn-Torte vor allem die Schweizer Torte (kunstvoll geschichtet aus Biskuit, Buttercrème, Kirschen, Marzipan und cremiger Schokolade; 3,40 Euro das Stück), der warme Wiener Apfelstrudel und Omas Apfeltorte mit Rumrosinen und Vanillepudding – dezent serviert auf englischem Porzellan mit schwarz-weiß kariertem Dekorrand. Von bester Qualität ist zudem der Kaffee aus der Rösterei Huth gleich gegenüber. Erlesene Teesorten aus China, Indien und Japan, Feingebäck, Hochzeitstorten, Pralinés, Frühstück, herzhafte kleine Mittagsgerichte und klassischer Afternoon Tea mit Sandwiches und Scones (14 Euro).


Café Müller
Südwall 33, Tel. 05141-208 61 67
www.cafe-mueller-celle.de

Das nostalgisch eingerichtete Café Müller residiert in einer großen Stadtvilla am „Französischen Garten“ nahe der Altstadt. Überwältigend große Kuchen und Tortenauswahl. Spezialität der stadtbekannten Konditoren-Familie sind Torten mit Bezug zur Stadtgeschichte wie etwa die Marie-Luisen-Torte mit Buttercrème, Johannisbeer-Konfitüre und Marzipan, die Caroline-Mathilde-Torte mit Marzipan und Vanillecrème oder die Herzogliche Nusstorte. Sehr gut sind auch die großen Strudel-Stücke mit Früchten. Den mittelmäßigen Kaffee hingegen kann ich nicht empfehlen. Das Stammgeschäft ist in Westercelle ansässig (Blumenstr. 14), in der Altstadt gibt es ein zweites Café (Zöllnerstraße 19). Fruchtaufstriche, handgeschöpfte Schokolade, Pralinen, Teegebäck, Trüffel und Zuckerfiguren aus eigener Herstellung.

Hannover


Efendi Bey
Münzstr. 7, Tel. 0511-175 07
https://.de-de.facebook.com/efendibey

Die modern eingerichtete türkische Pâtissierie am Steintor backt pures Gold für die Hüften. Zuckersüß, mit reichlich Buttercrème, farbenfroh und ohne folkloristischen Firlefanz. Nicht nur bei den Landsleuten sehr beliebt: Die lakritzschwarze Schokoladentorte, die purpurrote Kirschtorte, die schneeweiße Bananentorte (in vier verschiedenen Größen 8,90-17,90 Euro; pro Stück 2,80 Euro) und das fragile Feingebäck aus dem Morgenland wie Baklava, Pastiç (Teigrolle mit einer Füllung aus Kakao, Hasel- und Walnüssen) oder Profiteroles (kleine mit dunkler Schokolade überzogene Windbeutel). Dazu passt am besten ein Tässchen ungezuckerter türkischer Mokka (Türk Kahvesi), stilecht serviert auf einem Silberteller mit Haube zum Warmhalten. Ebenfalls empfehlenswert: Die Éclairs, Macarons, Tartelettes mit Feigen und die berühmte Ziegenmilch-Eiscrème aus der südtürkischen Provinz Kahramanmaraş. Foto-, Hochzeits- und Thementorten. Großes Café mit kleinem Raucher-Salon im Obergeschoss.


Glücksmoment
Knochenhauerstr. 25, Tel. 0511-20 30 85 18
www.gluecksmoment-cafe.de

Das entzückende Laden-Café von Sandra Grabowski in der Altstadt bereitet mühelos mehr als nur einen einzigen Glücksmoment für Genießer. Aus der eigenen Manufaktur für Kleines und Feines um die Häuserecke kommen kunstvoll verzierte Cupcakes und Cake-Pops (kleine Kuchen-Lollipops) sowie klassischer Käsekuchen und Brownies. Verboten lecker sind auch das Borken-Konfekt mit weißer Schokolade und die nur gelegentlich vorrätige Oreo-Torte mit reichlich dunkler Schokolade, die unverständlicherweise nicht selbst gebacken wird. Im angrenzenden Laden für ausgefallene Wohnaccessoires gibt es zwei weitere reizend eingerichtete Gästezimmer. Frühstück, Frappés, Smoothies und spezielle Milchheißgetränke für Kinder.


Holländische Kakao-Stube
Ständehausstr. 2-3, Tel. 0511-3041 00
www.hollaendische-kakao-stube.de

Hannovers einzig noch erhaltenes Café im klassischen Stil, gegründet 1895 als Van Houten’s Cacao-Probe-Local. Vom Glanz der guten alten Zeit ist im Galeriesaal mit den kleinen Tischen noch viel erhalten geblieben. Auch die Tasse Trinkschokolade (pur, mit Sahnehaube, mit Schuss oder indischen Gewürzen) ist nach wie vor das Getränk der Wahl. Die feinen Kuchenschnitten und rund 20 Torten aus der Konditorei hinter der Kakao-Stube sind von bester Güte und können nur am langen Buffet-Tresen bestellt werden. Erste Sahne sind die Tortenstücke mit Grand-Marnier und Marzipan-Mousse, die Badische Kirsch-Sahneschnitte mit Blätterteig und die stadtbekannten Baumkuchen-Spezialitäten. Petits fours, Pralinés, rund 30 Handgegossene Tafelschokoladen und Trüffel aus eigener Herstellung. Aus der Küche kommen Frühstücksgedecke und kleine Mittagsgerichte.

Kaffee kann ich
Voßstr. 41, PLZ 30161, Tel. 0511-394 33 88
www.kaffee-kann-ich.de

Kaffee kann Steven Blaess wirklich. Sehr gut sogar. Kuchen backen kann er allerdings auch. Und das fast noch besser. Es hat sich schnell herumgesprochen, dass das noch recht junge, sympathische Café in der Nähe vom Lister Moltkeplatz nicht nur ausgezeichneten Espresso und Café Crema mit Bohnen von der Hannoverschen Kaffeemanufaktur serviert. Auch der richtig gute Kuchen hat fix viele Fans gewonnen. Zum kleinen Repertoire in der Glasvitrine neben dem Tresen gehören Apfel-, Käse-, Mandarine-Schmand- und Schoko-Mandel-Kuchen sowie ein perfekt gelungener Karottenkuchen mit Limette-Frischkäse-Topping – das Stück für 2,60 Euro und täglich frisch vor Ort gebacken. In der kühleren Jahreshälfte gibt es auch Torten mit Schwarzwälder-Kirsch und Stachelbeer-Baiser. Frühstück, Di-Fr kleine Mittagsgerichte mit Zutaten aus der Region. Montag ist Ruhetag.


Kaffee Pause
Davenstedter Str. 27, Tel. 0177-707 43 37
www.kaffee-pause-linden.de

Die süße Spezialität im kleinen Bio-Café hinterm Lindener Marktplatz sind Kuchen im Glas: runde Tortenstücke in Marmeladen-Sturzgläsern mit rot/weiß-kariertem Blechdeckel, die sich am besten mit einem langen Latte Macchiato-Löffel naschen lassen. Kerstin Siever kreiert diese in Hannover bislang einzigartigen tollen Törtchen jeden Tag frisch, hinten in der Küche am kleinen Hofgarten – mit Obst und Minze aus dem eigenen Garten und mit Zutaten aus der Region. Die zwölf verschiedenen Sorten wie Preisselbeer-Quarkcrème, Zwetschgenkompott-Käse-Sahnecrème oder Aprikose-Vanillepudding (siehe Foto, v.l.n.r.) wechseln mit den Jahreszeiten. Das 300ml-Glas kostet 2,80 Euro, zum Wochenende gibt’s auch kleinere Gläser für 2 Euro das Stück (zzgl. Pfand). Aus dem Backofen kommen zudem Käsekuchen und süße Tartes. Frühstück, vegetarische Quiches, pikante Gemüsesuppen, selbst gemachte belgische Waffeln, Tee von Schlürf und Chai.


Pâtisserie-Chocolaterie Elysée
Lister Meile 26, Tel. 0511-94 01 04 95
www.patisserie-elysee.de

Hannovers erste Pâtisserie konnte im vergangenen Sommer ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Wer fruchtige Tartes und süße Törtchen auf die feine französische Art genießen möchte, ist im Café am stadtnahen Weißekreuzplatz an der richtigen Adresse. Himmlisch lecker die Éclairs (Brandteig mit Crème-Pudding-Füllung), Mille-feuilles (karamelisierter Blätterteig mit Vanillecrème), Plaisir (ein kleines Kuchenstück mit Schokoladen-Mousse und Milchschaum unter einer dünnen Karamellschicht), das traditionelle Weihnachtsgebäck Bûchette de Noël (zarte Biskuitröllchen gefüllt mit Nuss-Nougat-Creme) sowie die Herbstblatt-Torte mit Mandelbiskuit, Baiser, Mousse au chocolat und Profiterol-Sauce – das Markenzeichen von Maître Pâtissier Serge Maranzana. Très bien sind auch die intensiv schmeckenden Trinkschokoladen und Trink-Pralinés sowie die Macarons, Petits fours und Pralinés aus Valrhona-Kuvertüre. Edelschokoladen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien und exklusiv im Elysée: Kamelmilchschokolade von Al Nassma aus Dubai. Die Backstube mit Café befindet sich im Norden der Stadt am Vahrenheider Markt, zwei weitere Filialen gibt es in der City an der Galerie Luise und am Engelbosteler Damm in Hannovers Nordstadt.

Teestübchen Hannover
Teestübchen
Ballhofplatz 2, Tel. 0511-363 16 82
https://de-de.facebook.com/pages/Teestübchen/165258870154159

Oma Annas Apfelkuchen mit Zimtstreuseln und der Käsekuchen sind stadtbekannt. Auch von der Stachelbeer-Sahne-Torte, vom Schoko-Kirsch-Nusskuchen, der Eierlikör-Torte und den warmen Waffeln mit Pflaumenmus und Vanilleeis schwärmen die Altstadt-Bummler. Mein Lieblingskuchen aber ist eine Schöpfung der jungen Josephine Bohnecke, die das schmucke Teestübchen am Ballhofplatz nun mit ebenso großer Leidenschaft fürs Backen führt: Der saftige Carrot Cake mit Bourbon-Vanille, Zimt und einer cremigen Schicht Frischkäse obendrauf – ein üppiger Genuss für schlanke 3 Euro. Dazu passt am besten eine Tasse von Josephines Lieblingstee (Honeybush und grüner Rooibus mit Apfel, Kiwi, Erdbeere, Rosen-, Holunder- und Orangenblüten; Tasse 0,3l 2,60 Euro) oder vom Blue Earl (Earl Grey mit Kornblumen-Blüten; 0,3l Tasse 2,60 Euro) aus dem Repertoire von über 40 überwiegend aromatisierten Teesorten aus den besten Gärten der Welt.

Osterode am Harz
Bäckerei & Konditorei Dornemann

Marientorstr. 3, Tel. 05522-22 81
www.foto-torte.de

Der beste Bäcker im Harz hat mich auch mit gutem Kuchen und vielen feinen Torten überzeugt. Allein für den Schmandkuchen mit saftigen Kirschen und die Heidelbeer-Sahnetorte mit filigranen Raspeln von weißer Schokolade würde ich immer wieder gern vorbeischauen. Die fingerdünne Schwedische Mandeltorte ist ebenfalls eine Sünde wert, wäre gekühlt aber sicher noch köstlicher gewesen. Ein besonderer Leckerbissen zur Weihnachtszeit ist der Bürgermeister-Stollen mit Kräuterlikör und Moosbeeren. Großes, modern möbliertes Café mit rund 60 Plätzen. Hochzeits- und Fototorten sowie selbst gemachte Pralinen und Trüffel.

Ottenstein


Demeterhof Café Sonnengarten
Hinter dem Hagen 15, Tel. 05286-14 43
www.kiels-sonnengarten.de

Zum Bio-Bauernhof mit eigenem Gewächshaus auf der Ottensteiner Hochebene zwischen Hameln und Holzminden gehört auch ein Café mit Hofladen. Inhaberin Ildiko Szabo ist eine talentierte Autodidaktin und backt in der umgebauten Scheune jeden Tag frisch und ausschließlich mit Dinkelweißmehl – saftigen Rührkuchen etwa mit Äpfeln von der eigenen Streuobstwiese vor der Tür, Kirsch-Streusel, Topfkuchen mit Schokolade und Nüssen sowie sahnige Torten mit Birne und Eierlikör, Kirschen und Mokka oder Kokosflocken. Besonders gut gelingt ihr der Mohn-Kuchen, von dem man glatt ein zweites Mal zulangen möchte, wenn die Stücke nicht so spendabel groß wären. Im Sommer gibt es auch Quarktorten mit Früchten aus den umliegenden Wäldern. Von der kleinen Terrasse direkt am Feld hat man einen wunderbaren Weitblick ins Weserbergland. Fair gehandelter Bio-Kaffee, Demeter-Getreidekaffee und Bio-Tee von Bünting. Selbst gemachte Konfitüren und Kräutersalze sowie Verkauf von Getreide aus eigenem Anbau. Jeden vierten Sonntag im Monat Brunch (vegetarisch 20,50 Euro, mit Fleisch 25 Euro).

Rehburg-Loccum


Honeck
Winzlar, Südstr. 14, Tel. 05037-54 33

Neben erstklassigen Sauerteigbroten backt Norbert Honeck in seiner Bio-Bäckerei auf dem Lande am Rande des Steinhuder Meeres auch richtig guten Kuchen – mit selbst gemahlenem Dinkelvollkornmehl, das Allergikerfreundlich ist und den Backwaren eine leicht nussige Note gibt. Im kleinen Laden-Café neben der Backstube (nur freitags von 6.30-9 Uhr und samstags von 6.30-12 Uhr geöffnet!) werden überwiegend fruchtige Kuchen vom Blech angeboten (Apfelkuchen mit Rosinen etwa, Tortenstücke mit Kirschen, Mohn und Streusel oder eine köstlich-cremige Marzipan-Pflaumen-Schnitte mit Bourbon Vanille-Sahne), die klassischen Torten beschränken sich auf Sahnestücke mit Obst aus der Region und passend zur Jahreszeit. Von April bis September ist das Gartencafé an den Wochenenden auch bis 18 Uhr geöffnet.

Schwarmstedt


Antiquitäten-Café
Am Hohen Ufer 1, Tel. 05071-27 37
www.antiquitaeten-cafe.de

Seit bald 36 Jahren hegt und pflegt Heidrun Hubert-Rummel ihr charmantes Galerie-Café vor den Toren von Schwarmstedt. Die gebürtige Marburgerin ist eine herzliche Gastgeberin mit einer unübersehbaren Sammelleidenschaft für Altes und Antikes: Jeder der vier Räume in dem historischen Bauernhaus ist buchstäblich von der Teppichkante bis zur Holzdecke eingedeckt mit Tand und Trödel – alles eigenhändig zusammen getragen, vom Biedermeier-Sofa übers Silberbesteck bis zum Kronleuchter käuflich zu erwerben und ein romantischer Rahmen für ein nostalgisches Kaffeekränzchen. Die Torten werden von Schwarmstedter Hausfrauen gebacken und sind eine Wucht. Probieren Sie unbedingt die Buchweizen-Torte und die Marzipan-Torte mit einer dünnen Schicht Preiselbeeren auf der Mohn-Sahne! Am Wochenende gibt es zudem Blechkuchen mit Obst vom Bauern aus der Nachbarschaft. Im Café und auf der großen Terrasse mit Blick auf die Leine sind auch Motorradfahrer und Hunde ausdrücklich willkommen. Lesungen, Musik-Abende, wechselnde Kunst-Ausstellungen und Wohnzimmer-Theater

Trebel
Nemitzer Heidehaus

Nemitzer Str. 1, Tel. 05848-226 01 00
www.nemitzerheidehaus.de

Heike und Dirk Mandel sind Anfang Dezember mit ihrem Café vom Mandelhof ins Nemitzer Heidehaus im benachbarten Örtchen Trebel gezogen. Die urgemütliche Stube unterm Reetdach des wieder aufgebauten Fachwerkhauses ist weit und breit das schönste Plätzchen im Wendland für einen genussvollen Nachmittag mit selbst gebackenem Kuchen und erstklassigen Kaffee. Die Renner sind die Obstkuchen mit Früchten aus Nachbars Gärten, der gebackene Käsekuchen mit weißer Schokolade und Bourbon-Vanille sowie die Mandeltorte mit einer Crème aus Mascarpone, Mandellikör und Espresso. Dazu sollte man unbedingt eine Tasse vom würzigen Trebel Edel-Espresso genießen, in feinem Porzellan und mit perfekter Crema. Die sortenreinen und fair gehandelten Arabica-Bohnen in bester Bio-Qualität aus dem Hochland von Honduras röstet Dirk Mandel selbst.

Wolfenbüttel


Süße Köstlichkeiten aller Art
Krambuden 13, Tel. 05331-904 44 86

Ihr reizendes Knusperstübchen unter den Arkaden am Krambuden hinterm historischen Stadtmarkt hat Bärbel Niebuhr erst im vergangenen September eröffnet. Die Wolfenbütteler kennen sie bereits von ihrem Stand auf dem Weihnachtsmarkt und sind ebenso hingerissen wie ich, denn die rührige Bäckerin aus Leidenschaft backt ihre Kuchen, Cupcakes, Kekse und anderen süßen Köstlichkeiten mit Herz und Seele und nach Großmutters Familienrezepten mit saisonalen Zutaten aus der Region. Bestseller unter den rund 25 Torten sind der Frankfurter Kranz mit Butter-Vanillecrème und die Traumtorte mit Sahne, Haselnüssen und Mandeln. Nur zum Wochenende gibt es auch Streusel- und Zuckerkuchen vom Blech und zur Adventszeit Weihnachtsmänner, Hexenhäuser und Engel aus Lebkuchen. Darüber hinaus fertigt Bärbel Niebuhr noch Petits fours und 16 verschiedene Trüffel-Sorten, kocht Gelees und Konfitüren mit Obst aus dem eigenen Garten und formt eigenhändig kleine Marzipanfiguren. Mit Handarbeit und Muße gelingt ihr auch ein guter Kaffee, den sie wie früher noch mit Filter und Tüte aufbrüht.

Wolfsburg
Atelier Café

An der St. Annen-Kirche 11, Tel. 05361-122 19
www.ateliercafe.de

Tobias Senft bewirtschaftet seit fast 18 Jahren das moderne Kunst-Café in einem adretten Fachwerkhaus hinterm Amtsgericht. Er macht das mit bemerkenswert gutem Geschmack für das Besondere im Alltäglichen. Und er hat eine begnadete Bäckerin! Ein Kuchen-Buffet gibt es nicht, die drei bis vier Angebote des Tages stehen ab 14 Uhr auf einer großen Tafel: gebackener Käsekuchen mit Mandarinen etwa und Torten mit Eierlikör, Mascarpone-Kaffeecrème oder Stachelbeeren. Unbedingt probieren: Der Kuchen mit Äpfeln aus dem eigenen Garten, karamellisierten Walnüssen und frischer Minze. Schlichtweg eine Wucht! Ebenso wie der erstklassige, sortenreine und fair gehandelte Bio-Kaffee aus dem äthiopischen Hochland, den Tobias Senft als Eigenmarke ausschenkt und verkauft. 12 Bio-Teesorten, selbst gemachte Konfitüren sowie das beste Frühstücks-Buffet der Stadt (Mo, Mi-So 9.30-11.30 Uhr; 18 Euro incl. Getränke) und kleine Mittagsgerichte. Große Gartenterrasse, wechselnde Künstler-Ausstellungen.

Wölpinghausen


Landsitz Kapellenhöhe
Wiedenbrügge, Auf der Heide 32, Tel. 05037-300 03 99
www.kapellenhoehe.de

Im nicht allzu vornehmen Landsitz mit erhobenem Blick aufs nahe Steinhuder Meer dreht sich alles um Schokolade. Die macht Hausherr Achim C. Kapelle selbst, schöpft daraus feinste Tafel- und Trinkschokoladen und backt damit sehr kompakte und vorzügliche Torten wie die Kapellentorte mit Johannisbeeren, Marzipan und einer Prise Chili oder die Tanjatorte mit einer dünnen Schicht Orangemarmelade (Stück 2,80 Euro). Die cremig-kräftige Trinkschokolade dazu schmeckt am besten pur und ohne Sahnehaube. Backfrisch zubereitet werden Apfelstrudel, Kaiserschmarrn und heiße Waffeln mit Bitter- oder Vollmilchschokolade (3,90 Euro). Neu seit Anfang 2014: das „Kapellenhaus“ in Steinhude mit Fürstlich-Schaumburg-Lippischem-Chocoladen-Kabinett, regionaler Feinkost und ausgesuchten Weinen.

Röstereien

Braunschweig


Kaffee Zeremonie
Am Magnitor 12, Tel. 05331-88 70 66
www.kaffeezeremonie.de

Die kleine Privatrösterei im historischen Magni-Viertel hat sich auf hochwertigen Kaffee aus Äthiopien spezialisiert. Die Arabica-Bohnen werden direkt von kleinen Kaffeebauern importiert und kommen aus unterschiedlichen Höhenlagen und Regionen des Landes am Horn von Afrika. Ketema Wolde Georgis röstet seine sechs Sorten zwei Mal in der Woche in einem Raum hinterm Café – neben mildem Limu, nussigem Sidamo, kräftigem Tepi und blumig-würzigem Yirgacheffee auch Harar-Mokka und einen Wildkaffee aus dem Regenwald im Südwesten Äthiopiens (250 Gramm ab 5,99 Euro). Alle Sorten werden im Café verkauft und tassenweise frisch aufgebrüht.

Hannover


Hannoversche Kaffeemanufaktur
Liepmannstr. 21, Tel. 0511-79 02 01 81
www.hannoversche-kaffeemanufaktur.de

Andreas Berndt hat binnen kürzester Zeit den heimischen Kaffeemarkt erobert. Erst im März 2012 ist der diplomierte Kaffee-Sommelier mit seiner Privatrösterei samt Probierstube ins ehemalige Ladengeschäft von Erhard Ulbrich eingezogen (der dort bereits in den 1950er Jahren beste Bohnen aus aller Welt veredelte). Geröstet wird täglich und nach Wiener Art – „also mit viel Ruhe und bei schonenden Temperaturen“, wie Andreas Berndt gern betont. Weil dieses Verfahren den Kaffee besonders bekömmlich macht. Das Sortiment umfasst rund zwei Dutzend sortenreine Arabica-Bohnen aus Afrika, Asien und Lateinamerika sowie zwei fair gehandelte Bio-Kaffees aus Äthiopien, Bolivien, Brasilien, Guatemala, Honduras, Indien und Indonesien, die in der Manufaktur sowie in einigen hannoverschen Cafés, Restaurants und Lebensmittelmärkten erhältlich sind. Seit Ende September gibt es in der Niki de Saint Phalle-Promenade am Hauptbahnhof eine Filiale, in der auch kostbare Kaffee-Raritäten wie Hawaii Kona Paradise Meadows, Jamaica Blue Mountain Saint Clouds Estate, Galápagos San Cristóbal und Wild Kopi Luwak aus Sumatra verkauft und tassenweise ausgeschenkt werden.


Panama Kaffee
Bödekerstr. 85, Tel. 0511-590 61 85
http://panama.server72.de

Der Coffeeshop am Ende der autofreien Einkaufsstraße Lister Meile hat Stil und ist seit elf Jahren bereits eine zuverlässige Adresse für anspruchsvolle Kaffee-Qualität. Inhaber Ricus Aschemann röstet zwei Mal pro Woche in angemieteten Räumen am Pferdeturm – meist hochwertige und sortenreine Arabica-Bohnen aus Mittel- und Südamerika sowie Indonesien (Sumatra und Java), saisonal und je nach besonderer Güte der Ernte werden auch Rohkaffees aus Äthiopien, der Dominikanischen Republik, Papua Neu Guinea und Tansania verarbeitet. Darüber hinaus sind vier verschiedene Haus-Mischungen und vier Espressosorten im Sortiment (250 Gramm ab 5,40 Euro). Bio-Tee von Løv aus Frankreich sowie formschöne Kaffeebereiter und ausgefallene Kaffee-Accessoires.

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