Angebissen: Bald ist Spargelzeit!


Jonte Schmatzler vom Restaurant "Gottfrieds" an den Tennisplätzen hintermm Zoo Hannover. Foto: Matthias Kothe

Bis zum 24. Juni, dann ist Schluss mit dem Luxus von der Stange und es herrscht wieder Burgfrieden. Seit Jahren schon zoffen sich Burgdorf und Nienburg ums dürre Edelgemüse: „Der Burgdorfer Spargel gilt als der Beste nördlich des Mains“ verkündet das offizielle Internetportal hannover.de der Landeshauptstadt und der Tourismusregion drumherum.

Ihrer sei aber „…eine Klasse besser!“ behaupten die Nienburger trotzig auf der eigenen Homepage (www.nienburger-spargel.de), die sie ihrem bleichen Feldstecher spendiert haben. Um welche Klasse es sich genau handelt, verraten sie uns nicht.
Doch damit nicht genug: Während die Burgdorfer einzigartige Exponate zu 500 Jahren Spargel-Kulturgeschichte besitzen, küren die Nienburger jedes Jahr eine neue schöne Spargelkönigin. Die aktuelle Regentin heißt Meike Schmidt und ist ebenso schlank und blass wie das vornehme Gemüse, dass sie so grazil im Weidenkörbchen präsentiert.

Und nur am (Feld)Rande: In Burgdorf wurde bereits um 1890 Spargel flächendeckend angebaut, in Nienburg erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Immerhin: Die Burgbewohner an der Weser haben in ihrem Gütesiegel zwei Farben mehr: neben Gelb und Grün auch noch Rot und etwas Blau. Wie steht’s denn eigentlich um den Braunschweiger Spargel?
Der soll ja ebenfalls bestens sein. Und eine Burg haben die Löwenstädter auch.

Wie auch immer: Ich halte in jedem Fall dem Spargel aus der Region die Stange und verzichte gern auf die frühreifen Emporkömmlinge aus Griechenland und Spanien!

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