Buchtipp: „Karibik-Küche“


BildRechtzeitig zur Balkon- und Garten-Saison ist ein Kochbuch erschienen, das garantiert für Abwechslung am und auf dem Grill sorgt. Mit seiner tropisch bunten „Karibik Küche“ macht der britisch-jamaikanische Reggae-Musiker und begeisterte Hobby-Koch Levi Roots ordentlich Feuer unter der Holzkohle und bringt mit einem groovy „Grill it – Bake it – Shake it“ etwas Schwung ins traditionelle BBQ mit
Bratwurst und Bier, Kotelett und Korn oder Pangasius und Prosecco.

Der schlanke Rasta-Mann mit den vielen silbernen Ringen an beiden Händen macht dabei nicht nur eine gute Figur am Grill, er hat in seinem verdammt verführerisch bebilderten Kochbuch auch eine Vielzahl sehr raffinierter Rezepte aufgeschrieben, die bereits beim Lesen Appetit aufs Ausprobieren und Lust aufs Feiern mit Freunden machen. Seine Spieße mit Schafskäse, Ananas und Koriander sind schon mal ein leckerer Auftakt für eine köstliche Grill-Party. Und sein Jamaikanischer Martini mit Rotwein und weißem Rum dazu ist auch nicht ohne!

Zu tanzen beginnen die Geschmacksnerven aber erst beim „Grill it“ und „Bake it“ – genauer: bei den gegrillten und in Folie gebackenen Leckerbissen mit Fleisch und Fisch wie etwa bei den Schweinekoteletts mit Bananen-Dattel-Chutney, beim süß-sauren Hähnchen mit Honig-Tamarinden-Glasur oder der Makrele mit Mango-Rosinen-Salsa zu feurig-fruchtigem Krautsalat mit braunem Rohrzucker und Chili-Sauce, Kokosreis mit Mango, Limette, Koriander und Cashewkernen oder Bananen-Ketchup.

„Ich mariniere Fleisch und Fisch gern, damit sie kräftiger schmecken“, verrät Levi Roots. „The secret’s in the sauce“ heißt es ja so bedeutungsvoll im Spielfilm „Grüne Tomaten“ („Fried Green Tomatoes“), das Geheimnis der kreolischen Karibik-Küche hingegen ist weniger makaber und liegt in seinen Gewürzen und ihrer unvergleichlichen Mischung – besser bekannt als Jerk. „Ursprünglich ging es darum, Nahrungsmittel durch Gewürze und behutsames Räuchern zu konservieren“, erklärt Levi Roots. „Die Arbeiter auf den Zuckerrohrplantagen gruben früher schlicht ein Loch in den Boden, machten darin Feuer und garten ihr Essen in der Glut. Daraus entwickelten sich die für die karibische Küche typischen Jerk-Gerichte – […] ein Geschenk Jamaikas an die Welt.“ Und mittlerweile so berühmt wie seine Kaffee-Perlen „Blue Mountain“ und natürlich Reggae.

Womit wir bei der letzten, nicht ganz unwichtigen Zutat für ein original karibisches Levi-Style BBQ wären: Hinterm Buchdeckel klebt ein Täschchen mit einer CD und neun lässigen Reggae-Songs für den passenden Hüftschwung am Ofen in der eigenen Küche oder vorm heimischen Gartengrill. Das hätte dann irgendwie auch mit „Shake it“ zu tun.

Karibik-Küche
Levi Roots
Dorling Kindersley Verlag

208 Seiten, 19,95 Euro

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